Pfeifenspionage

Pfeifenspionage

Dieser Beitrag ist durch meinen Besuch im Spionagemuseums in Berlin diesen Jahres entstanden und stellt die interessanten Exponate aus der Welt der Pfeifen und des Rauchens in einer anderen spannenden Verwendung dar.
Schon beim Eintritt lief ich auf das erste und wahrscheinlich kurioseste Pfeifenobjekt zu. Diese Pfeife stellt wirklich eine Pistole dar. Die sogennante Pfeifenpistole wurde vom britischen Geheimdienst SOE (Special Operations Executive = Sondereinsatzeinheit) während des Zweiten Weltkrieges entwickelt und wurde für Spionage- und Sabotageakte gegen die Nationalsozialisten eingesetzt. Die Pfeifenpistole wurde abgefeuert, indem man das Mundstück entfernte, am Kopf drehte und den Holm festhielt. Vielleicht die einzige Pfeife die wirklich tödlich wirkt und das ohne Rauchen.


Diese Pfeifen hier haben eine weniger fatale bzw. tödliche Wirkung und dienen als Geheimverstecke für den Transport von geheimen Nachrichten, Berichten oder Karten. Sie wurden von der britischen MI9 (Military Intelligence = Militärnachrichtendienst) während des Zweiten Weltkrieges verwendet.

Weitere Spionageobjekte aus dem Raucherbereich sind die unten abgebildeten Objekte.

Ähnlich zu der eben vorgestellten Pfeife, wird hier eine verschließbare Metallkartusche in eine Zigarette mit eingerollt und kann wichtige Informationen beinhalten. Auch beim Rauchen wäre dieses Modell nutzbar und die Nachricht würde nicht verbrennen, es bliebe jedoch nicht mehr der Geheimcharakter durch das verrauchen gewahrt.


Eine der zahllosen Exponate zum Thema Fotografie bzw. Kameras ist auch in dieser Streichholzschachtel versteckt. Diese unscheinbare Schachtel Zündhölzer birgt eine Mikrokamera mit Film, die beim Öffnen der Schachtel verwendet werden kann und auslöst.

Die Aufzählung ist jedoch nicht abschließend, fern meines Besuches gibt es auch weitere Spionagegegenstände aus dem Themenfeld des Rauchens, wie explodierende Feuerzeuge mit Zeitzünder, vergiftete Zigarren, Peilsendern in Zigarettenschachteln, etc.
Auch heute könnte man auch als Privatmann eine normale Pfeife zum Geheimversteck machen: ein kleingerollter Fünfziger im Rauchkanal oder den ein oder anderen Diamanten in der Filterkammer werden die wenigsten vermuten. Es kann also ratsam sein die Pfeife, vielleicht im nächsten Urlaub oder Agentenauftrag, nicht nur zum Rauchen zu benutzen, sondern mal als investigatives Instrument.

Ein Besuch des Berliner Spionagemuseums am Potsdamer Platz lohnt in jedem Falle, neben diesen pfeifentechnischen Kuriositäten können auch viele andere spannende Bereiche der Spionagegeschichte erlebt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.