Tabak Review: Durbar – Dunhill

Durbar – Dunhill

Durbar und Dunhill – besser könnte es nicht passen. – Dem Tabak den Namen Durbar zu geben ist keinesfalls ein Phantasiename: „Durbar“ wurde die Versammlung zur Krönung der britischen Monarchen zu Indien, die in Delhi gehalten wurde, genannt. Dunhill – der Inbegriff für britische Waren und britisches Understatement in der Pfeifenraucherszene verbindet sich somit geschickt mit Großbritanniens liebster Kolonie – Indien, den Glanzzeiten des British Empire und dem britischen Königshaus. Der Durbar Tabak wurde erstmals 1912 auf den Markt gebracht und konnte sich bis Ende der 1960er Jahre durchsetzen, danach wurde er eingestellt. Mit der neuen Tabakserie, die Dunhill 2014 einführte, nämlich alte hauseigene Tabakmischungen, die abgesetzt wurden, erneut wieder zu produzieren, kam so auch unter anderem der Durbar wieder in die Läden.

Dunhill Durbar

Der Tabak zeichnet sich als eher fein geschnittene und dunkle Mixture aus, die aus dunklen und gelben Virginias, Latakia und Orienttabaken besteht. Beschrieben wird er von Dunhill als „sanft, floral, dezent und rauchig“.

Der Tabak verströmt einen intensiven süßlich-muffigen (im positiven Sinne) bis teerigen Geruch. Auch hier lassen sich schon deutlich Aromen von Brot bis schon fast Schinken erriechen, wobei man klar sagen muss, dass der Latakia im Geruch dominiert. Im Geschmack eröffnet sich ein sehr volles Volumen. Insgesamt ist dieser gehaltvolle Tabak samtig, malzig, nussig und würzig. Die „harten“ Aromen, widergespiegelt durch dunkles Brot, Würzigkeit von den Orientblättern her und einer gewissen Kernigkeit, haben zwar einen Hang zur Schwere, werden jedoch nie harsch, sondern bleiben kremig und stehen im Gleichgewicht. Dabei wird der Geschmack neben der insgesamten Lagerfeuerrauchigkeit begleitet von einem bittersüßen Nachgeschmack.

Dunhill Durbar Tabaksbild

Empfehlen würde ich für diesen Tabak eine filterlose Pfeife mit eher kleinem Füllvolumen – klassisch englisch. Dieser qualitativ hochwertige Tabak verspricht echten Tabakgeschmack und hält dies auch. Er sollte dennoch langsam geraucht werden, verzeiht aber auch ein mehrmaliges Anzünden. Meiner Meinung nach ist dieser Tabak kein Tabak für jeden Tag, außer man mag englische oder Balkan-Mischungen sehr, ich rauche ihn daher eher selten. Nichtsdestotrotz kann der Dunhill Durbar mit Qualität und Geschmack überzeugen.

Der Preis betrug 12,75 € als ich die 100gr-Dose im Januar 2015 kaufte, jetzt kostet er 13,20 €. Hergestellt wird dieser Tabak heute, wie es die Steuerbanderolenummer 26602 verrät bei Kohlhase und Kopp.

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